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Nur zu Informations- & Bildungszwecken — keine medizinische Beratung, keine Dosierungs- oder Anwendungsempfehlung.

Kognition & Neuro

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DSIP

Delta Sleep-Inducing Peptide · Delta-Schlaf-induzierendes Peptid

Nicht zugelassen

DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide) ist ein 1974 aus dem Blut schlafender Kaninchen isoliertes Neuropeptid aus neun Aminosäuren. Ihm werden Effekte auf den Tiefschlaf (Delta-Schlaf), die Stressachse und die Mitochondrien zugeschrieben — die Studienlage ist allerdings widersprüchlich, und es ist nicht als Arzneimittel zugelassen.

Regulatorischer Status

Nicht für den Menschen zugelassen

Nicht zugelassen; Schlaf- und Stressforschung mit widersprüchlicher Datenlage.

Wirkstoffklasse

Neuropeptid (9 Aminosäuren)

Halbwertszeit (informativ)

Sehr kurz (Minutenbereich).

In der Literatur untersucht

In Studien subkutan oder intravenös.

Wirkmechanismus

DSIP

Der Wirkmechanismus ist nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden Interaktionen mit der GABA- und NMDA-vermittelten Erregbarkeit sowie eine Dämpfung der Stresshormon-Achse (u. a. eine Senkung der Corticotropin-Freisetzung). Einige Arbeiten beschreiben zudem antioxidative bzw. mitochondriale Effekte.

Wirkmechanismus und klinischer Nutzen bleiben unsicher.

Forschungsgeschichte

DSIP wurde 1974 von Schweizer Forschern (Monnier und Schoenenberger) beschrieben. Seither sind die Befunde zu Schlaf und Stress uneinheitlich geblieben.

Zulassungsstatus nach Region

Weltweit·Nicht zugelassen

Keine Zulassung für die menschliche Anwendung.

Forschungsfelder

  • Schlafregulation (Delta-/Tiefschlaf)
  • Stress und HPA-Achse
  • Schmerz und Entzug (ältere Forschung); neuroprotektive Effekte (präklinisch)

Dokumentierte Effekte (aus der Literatur)

  • In Studien meist gut verträglich.
  • Vereinzelt vorübergehend Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel.

Sicherheitsbedenken & Vorsicht

  • Die Wirksamkeit bei Schlafstörungen ist nicht belegt; die Datenlage ist uneinheitlich und teils alt.
  • Es gibt keine standardisierte Anwendung.

Risiken des Graumarkt-Bezugs

  • Als „Schlafpeptid“ vermarktet trotz schwacher Evidenz; Reinheit und Identität sind ungeprüft.
  • Kann eine eigentlich behandelbare Schlafstörung verdecken.

Häufige Fragen

Hilft DSIP zuverlässig beim Schlafen?

Die Evidenz ist widersprüchlich. Einige Arbeiten beschreiben mehr Tiefschlaf, andere finden keinen klaren Effekt. Ein belegter, zugelassener Nutzen besteht nicht.

Quellen

Primär- und Referenzquellen zum eigenständigen Nachlesen.

Verwandte Substanzen

Unbekannte Fachbegriffe? Im Glossar nachschlagen oder die Grundlagen lesen.

Dieses Profil dient ausschließlich der Information und Bildung. Es ist keine medizinische Beratung und enthält bewusst keine Dosierungs- oder Anwendungsangaben. Anwendungsentscheidungen gehören in ärztliche Hand.