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Gewebe & Regeneration
KPV
Lysin-Prolin-Valin · α-MSH(11-13)
KPV ist das C-terminale Tripeptid (Lysin-Prolin-Valin) des entzündungshemmenden Hormons α-MSH. In Zell- und Tiermodellen wirkt es antiinflammatorisch — unter anderem über eine Hemmung des NF-κB-Signalwegs — und wird besonders im Kontext entzündlicher Darmerkrankungen untersucht. Es ist nicht als Arzneimittel zugelassen.
Regulatorischer Status
Nicht für den Menschen zugelassen
Forschungssubstanz — keine Zulassung; präklinische Entzündungs- und Darmforschung.
Wirkstoffklasse
Antiinflammatorisches Tripeptid (α-MSH-C-Terminus)
Halbwertszeit (informativ)
Kurz.
In der Literatur untersucht
In Modellen oral und systemisch; eine gezielte Freisetzung im Darm wird erforscht.
Wirkmechanismus
KPV wird über den Peptidtransporter PepT1 in (entzündete) Darmepithelzellen aufgenommen und hemmt intrazellulär die NF-κB- und MAP-Kinase-Signalwege, was die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine (z. B. TNF-α, IL-6) senkt. Da PepT1 bei Entzündung hochreguliert wird, reichert sich das Peptid bevorzugt im entzündeten Gewebe an.
Die Daten sind präklinisch; es gibt keine zugelassene Indikation.
Forschungsgeschichte
KPV stammt aus der α-MSH-Forschung. Dalmasso, Merlin und Kollegen zeigten 2008 in Gastroenterology die PepT1-vermittelte Aufnahme und die Entzündungshemmung im Darm.
Positive Aspekte
Was die Forschung Vielversprechendes zeigt
Forschungsfelder
- Entzündliche Darmerkrankungen (Colitis-Modelle)
- Hautentzündung und Wundheilung
- Allgemeine Entzündungsmodulation
Dokumentierte Effekte (aus der Literatur)
- In Modellen gut verträglich und entzündungshemmend.
- Die Humansicherheit ist nicht etabliert.
Risikoanalyse
Was kritisch und ehrlich einzuordnen ist
Zulassungsstatus nach Region
Keine Zulassung für die menschliche Anwendung.
Sicherheitsbedenken & Vorsicht
- Es gibt keine kontrollierten Humanstudien.
- „Immun-“ oder „Darm-Heilung“ als Selbstanwendungsziel ist nicht belegt.
Risiken des Graumarkt-Bezugs
- Als „Heilpeptid“ vermarktet; Reinheit und Identität sind ungeprüft.
- Ersetzt keine Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Häufige Fragen
Wofür wird KPV erforscht?
Vor allem für entzündliche Darmerkrankungen: KPV wird über den Transporter PepT1 bevorzugt in entzündetes Darmgewebe aufgenommen und hemmt dort Entzündungssignale. Die Daten sind allerdings präklinisch.
Quellen
Primär- und Referenzquellen zum eigenständigen Nachlesen.
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Dieses Profil dient ausschließlich der Information und Bildung. Es ist keine medizinische Beratung und enthält bewusst keine Dosierungs- oder Anwendungsangaben. Anwendungsentscheidungen gehören in ärztliche Hand.

