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Nur zu Informations- & Bildungszwecken — keine medizinische Beratung, keine Dosierungs- oder Anwendungsempfehlung.

Wachstumshormon-System

Wachstumshormon-System

CJC-1295 + Ipamorelin

Modified GRF (1-29) · GHRH-Analogon + GHRP · Ipamorelin

Nicht zugelassen

CJC-1295 (ein GHRH-Analogon) und Ipamorelin (ein selektives Wachstumshormon-Sekretagogum) werden in der Forschung kombiniert, um die körpereigene, pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon (HGH) anzuregen. Beide sind Forschungspeptide ohne Zulassung für den menschlichen Gebrauch und im Sport verboten.

Regulatorischer Status

Nicht für den Menschen zugelassen

Forschungspeptide ohne Zulassung — Eingriff in die Hormonachse ohne etabliertes Sicherheitsprofil.

Wirkstoffklasse

GHRH-Analogon (CJC-1295) + selektiver Ghrelin-/GH-Sekretagogum-Rezeptoragonist (Ipamorelin)

Halbwertszeit (informativ)

Ipamorelin kurz (im Bereich von ~2 Stunden); CJC-1295 „ohne DAC“ kurz, „mit DAC“ deutlich länger (Tagebereich).

In der Literatur untersucht

In Untersuchungen subkutan. Keine zugelassene menschliche Anwendung.

Wirkmechanismus

CJC-1295 + Ipamorelin

Ipamorelin aktiviert als selektives Sekretagogum den Ghrelin-Rezeptor und regt die Hirnanhangdrüse zur Freisetzung von Wachstumshormon an, ohne Cortisol oder Prolaktin nennenswert zu erhöhen. CJC-1295 ist ein GHRH-Analogon (Growth Hormone Releasing Hormone), das dieses Freisetzungssignal verstärkt. In der Forschung werden beide kombiniert, weil sie an unterschiedlichen Punkten der GH-Achse ansetzen und sich so ergänzen.

Die DAC-/Nicht-DAC-Varianten von CJC-1295 unterscheiden sich pharmakokinetisch erheblich — eine häufige Verwechslungsquelle.

Forschungsgeschichte

Ipamorelin wurde Ende der 1990er als hochselektives GH-Sekretagogum charakterisiert (Arbeiten u. a. von Raun et al.). CJC-1295 entstammt der GHRH-Analogon-Forschung; eine Variante „mit DAC“ (Drug Affinity Complex) hat eine deutlich längere Halbwertszeit als die Variante „ohne DAC“. Beide sind über das Forschungsstadium hinaus nicht zu zugelassenen Arzneimitteln entwickelt worden.

Zulassungsstatus nach Region

EU/USA·Nicht zugelassen

Keine zugelassenen Arzneimittel; keine etablierte menschliche Anwendung.

Sport·WADA-verboten

GH-Sekretagoga und GHRH-Analoga stehen auf der WADA-Verbotsliste (Kategorie S2).

Forschungsfelder

  • Forschung an der Wachstumshormon-/IGF-1-Achse
  • Körperzusammensetzung (begrenzte Datenlage)
  • Schlaf- und Regenerationsforschung (präklinisch/begrenzt)

Dokumentierte Effekte (aus der Literatur)

  • Berichtet werden u. a. Wassereinlagerungen und Reaktionen an der Einstichstelle.
  • Anstieg von Wachstumshormon und nachgeschaltet IGF-1.

Sicherheitsbedenken & Vorsicht

  • Ein Eingriff in die Hormonachse kann Glukosestoffwechsel und Insulinsensitivität beeinflussen.
  • Langzeitsicherheit der Kombination ist nicht etabliert.
  • Theoretische Risiken einer dauerhaften GH-/IGF-1-Erhöhung sind nicht abschließend geklärt.

Risiken des Graumarkt-Bezugs

  • Als „Research Peptides“ verkauft; Reinheit, Identität und Sterilität ungesichert.
  • Verwechslung der DAC-/Nicht-DAC-Variante kann das Wirkprofil stark verändern.
  • 2025 wurde eine injizierbare CJC-1295-Charge wegen fehlender Sterilitätssicherung zurückgerufen (FDA Class-II-Rückruf); die FDA warnt zudem vor Immunreaktionen bis hin zur Anaphylaxie.

Häufige Fragen

Was bedeutet „mit DAC“ und „ohne DAC“ bei CJC-1295?

DAC (Drug Affinity Complex) verlängert die Halbwertszeit deutlich. Ohne DAC wirkt CJC-1295 kurz, mit DAC über Tage — pharmakologisch zwei sehr unterschiedliche Profile.

Warum werden zwei Peptide kombiniert?

Sie setzen an unterschiedlichen Stellen der GH-Achse an (GHRH-Signal verstärken vs. Sekretagogum). In der Forschung wird das als ergänzend beschrieben.

Sind sie im Sport erlaubt?

Nein. GH-Sekretagoga und GHRH-Analoga stehen auf der WADA-Verbotsliste.

Sind die Risiken von CJC-1295 und Ipamorelin nur theoretisch?

Nein. 2025 wurde eine injizierbare CJC-1295-Charge wegen fehlender Sterilitätssicherung zurückgerufen (FDA Class-II-Rückruf). In einer FDA-Sicherheitsbewertung mehrerer dieser Peptide traten unerwünschte Ereignisse bis hin zu Todesfällen auf, und die Behörde warnt vor Immunreaktionen bis zur Anaphylaxie. Beide Peptide sind nicht zugelassen und im Sport verboten (WADA S2).

Quellen

Primär- und Referenzquellen zum eigenständigen Nachlesen.

Verwandte Substanzen

Unbekannte Fachbegriffe? Im Glossar nachschlagen oder die Grundlagen lesen.

Dieses Profil dient ausschließlich der Information und Bildung. Es ist keine medizinische Beratung und enthält bewusst keine Dosierungs- oder Anwendungsangaben. Anwendungsentscheidungen gehören in ärztliche Hand.