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Nur zu Informations- & Bildungszwecken — keine medizinische Beratung, keine Dosierungs- oder Anwendungsempfehlung.

Wachstumshormon-System

Wachstumshormon-System

Sermorelin

Geref · GHRH (1-29) · Sermorelin-Acetat

Nicht zugelassen

Sermorelin ist ein synthetisches Analogon der ersten 29 Aminosäuren des körpereigenen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH 1-29) — des kürzesten vollständig aktiven GHRH-Fragments. Es regt die Hirnanhangdrüse an, körpereigenes Wachstumshormon auszuschütten. Als Geref war es in den USA (ab 1997) zur Abklärung und Behandlung des Wachstumshormonmangels bei Kindern zugelassen; 2008 nahm der Hersteller es aus kommerziellen Gründen vom Markt — laut FDA nicht wegen Sicherheits- oder Wirksamkeitsbedenken. Heute existiert kein zugelassenes Fertigarzneimittel; „Sermorelin“ stammt aus Compounding-Apotheken oder dem Graumarkt.

Regulatorischer Status

Nicht für den Menschen zugelassen

War 1997–2008 als Geref zugelassen — heute kein zugelassenes Fertigarzneimittel mehr; nur Compounding bzw. Graumarkt.

Wirkstoffklasse

Synthetisches GHRH-Analogon (GHRH 1-29)

Halbwertszeit (informativ)

Sehr kurz (Minutenbereich) — GHRH-Analoga werden rasch enzymatisch abgebaut.

In der Literatur untersucht

In den zugelassenen Anwendungen subkutan bzw. als intravenöser GH-Stimulationstest, ärztlich.

Wirkmechanismus

Sermorelin

Sermorelin bindet GHRH-Rezeptoren auf den somatotropen Zellen der Hypophyse und stimuliert die pulsatile Ausschüttung von körpereigenem Wachstumshormon. Anders als zugeführtes Wachstumshormon bleibt dabei die Regelschleife (u. a. die Somatostatin-Gegenregulation) erhalten — die GH-Freisetzung folgt also weiterhin dem körpereigenen Rhythmus.

Die kurze Wirkdauer ist Teil des Konzepts: ein Anstoß der körpereigenen GH-Pulse, kein Dauerersatz.

Forschungsgeschichte

Das GHRH wurde Anfang der 1980er-Jahre charakterisiert; Sermorelin (1-29) wurde als kürzestes voll aktives Fragment entwickelt und als Geref zugelassen — diagnostisch (GH-Stimulationstest) und zur Behandlung des pädiatrischen GH-Mangels. 2008 erfolgte die Marktrücknahme aus kommerziellen Gründen.

Zulassungsstatus nach Region

USA·Früher zugelassen (Geref), heute kein Fertigarzneimittel

Geref war 1997 zugelassen und wurde 2008 vom Markt genommen. Die FDA stellte fest, dass die Rücknahme nicht aus Sicherheits- oder Wirksamkeitsgründen erfolgte. Heute wird Sermorelin in den USA nur in Compounding-Apotheken hergestellt — ohne reguläre Zulassung als Fertigprodukt.

EU·Nicht allgemein zugelassen

Kein breit zugelassenes Sermorelin-Fertigarzneimittel.

Forschungsfelder

  • Diagnostik des Wachstumshormonmangels (historische Indikation)
  • Pädiatrischer GH-Mangel (historische Indikation)
  • „Anti-Aging“- und Body-Composition-Vermarktung (ohne belastbare Zulassungsbasis)

Dokumentierte Effekte (aus der Literatur)

  • Reaktionen an der Einstichstelle, Flush, Kopfschmerz.
  • In Studien überwiegend als gut verträglich beschrieben.

Sicherheitsbedenken & Vorsicht

  • Die Stimulation der GH-Achse gehört bei Verdacht auf einen Mangel in endokrinologische Hände.
  • Eine unkontrollierte GH-Erhöhung kann u. a. Insulinresistenz und Wassereinlagerung begünstigen.
  • Bei aktiver Tumorerkrankung problematisch (GH-/IGF-1-Achse).

Risiken des Graumarkt-Bezugs

  • Als „Research“-Sermorelin verkaufte Vials unterliegen keiner Arzneimittelkontrolle — Reinheit und Gehalt sind unbekannt.
  • Selbstanwendung zur „Verjüngung“ ist nicht durch Zulassungen gedeckt.

Häufige Fragen

Ist Sermorelin FDA-zugelassen?

Es war es: als Geref von 1997 bis zur Marktrücknahme 2008. Seitdem gibt es kein zugelassenes Fertigarzneimittel mehr. In den USA wird Sermorelin heute ausschließlich in Compounding-Apotheken hergestellt und trägt keine reguläre FDA-Zulassung als Fertigprodukt.

Ist Sermorelin dasselbe wie Wachstumshormon?

Nein. Sermorelin ersetzt kein Wachstumshormon, sondern regt die Hypophyse an, eigenes GH auszuschütten — innerhalb der körpereigenen Regelkreise.

Quellen

Primär- und Referenzquellen zum eigenständigen Nachlesen.

Verwandte Substanzen

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Dieses Profil dient ausschließlich der Information und Bildung. Es ist keine medizinische Beratung und enthält bewusst keine Dosierungs- oder Anwendungsangaben. Anwendungsentscheidungen gehören in ärztliche Hand.